FAQ

Wie helfe ich Unternehmen durch mein Studium der BUI?

Die betriebliche Umweltinformatik versucht, einen Beitrag zum betrieblichen Umweltschutz zu leisten, indem sie mithilfe der Methoden und Techniken der Informatik IT-Systeme so entwickelt und einzusetzt, dass von den betrieblichen Aktivitäten keine Umweltbelastungen ausgehen. Außerdem wird ein effektives Umweltmanagement im Betrieb gefördert, um ökologische, ökonomische und soziale Ziele in Einklang zu bringen. Die betriebliche Umweltinformatik hat das Ziel, die Komplexität betrieblicher Prozesse mit ihren Auswirkungen auf die Umwelt überschaubar machen. Informationen über diese Prozesse werden so aufbereitet, dass die Betriebsführung nach ökologischen, ökonomischen und sozialen Aspekten entscheiden kann. Darüber hinaus unterstützt die betriebliche Umweltinformatik die Planung, Kontrolle und Steuerung betrieblicher Umweltschutzaktivitäten. Die betriebliche Umweltinformatik ist eine junge und innovative Disziplin, die den scheinbaren Widerspruch zwischen ökonomischen und ökologischen Ziele entkräftet. Sie entwickelt Methoden und Produkte, um Energie- und Materialeinsparpotenziale aufzudecken und Dadurch sowohl eine Kostenreduzierungen als auch die Ressourcenschonung zu ermöglichen. So leistet die betriebliche Umweltinformatik einen wesentlichen Beitrag zur Harmonisierung von Ökologie und Ökonomie.

Ich habe Informatik studiert, aber bisher keinen Kontakt zu den Umweltwissenschaften gehabt. Kann ich mich dennoch für Betriebliche Umweltinformatik bewerben?

Auf jeden Fall! Um die Wissens- und Erfahrungsunterschiede der Absolventen von informatik-, wirtschafts- und umweltwissenschaftlichen Studiengängen auszugleichen, haben diese Bewerber bestimmte umweltwissenschaftliche und Informatik-Module aus dem Bachelor-Studium Umweltinformatik an der HTW Berlin nachzuholen. Danach können alle vom selben Punkt aus im Master-Studium durchstarten.

Welche Brückenkurse muss ich belegen, wenn ich meinen Bachelor-Abschluss nicht in Umweltinformatik erworben habe?

Welche Brückenkurse Bewerber anderer Bachelor- oder Diplomstudiengänge zu absolvieren haben, regelt die Studienordnung. So müssen Absolventinnen und Absolventen eines umwelttechnischen Studiengangs die Kurse Rechnungswesen, Produktionswirtschaft, Logistik, Programmierung umweltrelevanter Anwendungen II, Datenbanken und Anwendung und Entwicklung von BUIS (Gesamtaufwand 28 SWS) belegen. Alumni wirtschaftswissenschaftlicher Studiengänge haben die Inhalte aus Umwelt- und -verfahrenstechnik, Umweltanalytik und -messverfahren, Rechnernetze und Netzmanagement sowie ebenfalls Datenbanken und Anwendung und Entwicklung von BUIS nachzuholen (32 SWS). Informatiker und Informatikerinnen sind verpflichtet, Umwelt- und -verfahrenstechnik, Umweltanalytik und -messverfahren, Umweltwirtschaft und Anwendung und Entwicklung von BUIS zu lernen (30 SWS).

Welche Schwerpunktsetzung erfolgt innerhalb des Master-Studiums?

Ein Schwerpunkt der Ausbildung ist, die Studierenden dazu zu befähigen, nach dem Abschluss komplexe Projekte im betrieblichen Umweltschutz und Umweltmanagement durchzuführen und eigenständig umweltinformatische Problemstellungen zu lösen. Inhaltlich liegt der Fokus insbesondere auf dem Verständnis der logischen Strukturen (umwelt-) informationsverarbeitender Systeme. Weder die berufliche Ausrichtung noch die fachliche Schwerpunktsetzung ist jedoch als endgültig zu verstehen – alle Inhalte werden stets in den größeren Kontext eingebettet, sodass den Studierenden der Wissenstransfer in andere Aufgabenstellungen und Berufsfelder leicht fällt. Die Interdisziplinarität des Studiums ist so im Berufsleben lebenslang ein entscheidender Vorteil.

Was passiert nach dem Master-Studium?

Die meisten Absolventinnen und Absolventen der BUI steigen nach ihrem Studium in Unternehmen ein, sei es als Umwelt- bzw. Ressourcenmanager, SAP-Nutzer und -Anwender, Entwickler und Anwender von betrieblichen Umweltinformationsystemen. Vereinzelt machen sich einige Absolventen auch mit einer Projektidee selbständig und gründen eine Firma oder werden Material- oder Energieeffizienzberater. Aber auch eine weitere wissenschaftliche Karriere als Mitarbeiter in Forschungsprojekten an der HTW und anderen Hochschulen steht sehr guten Absolventinnen und Absolventen offen, die hier auch die Möglichkeit einer Promotion erhalten können. Entsprechende Kooperationen mit Universitäten sind vorhanden.